Darmreinigung

Die ganzheitliche Darmreinigung

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 10.11.2018
  • 14 Kommentare
Die ganzheitliche Darmreinigung
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Eine ganzheitliche Darmreinigung wird durchgeführt, um dem gesamten Körper zu nutzen. Zwar denkt man besonders bei vorhandenen Beschwerden über eine Darmreinigung nach, doch sollte eine solche nicht erst zur Therapie von gesundheitlichen Problemen eingesetzt werden, sondern vielmehr – ähnlich wie das Zähneputzen – zu einer ganz normalen Hygienemaßnahme werden, um möglichen Unannehmlichkeiten von vornherein auf intelligente Weise aus dem Wege zu gehen.

Inhaltsverzeichnis

Die Faustregel der Gesundheit lautet:

Richtiges in ausreichender Menge zuführen, Schädliches meiden und wenn unvermeidlich, dann schnellstmöglich wieder ausscheiden! Wer diese Regel beachtet, wird in den meisten Fällen fröhlich und gesund ein ausgefülltes Leben geniessen und sich bei Gelegenheit fragen, was wohl das Wort "Arzt" zu bedeuten hat...

Diese Faustregel klingt zwar einleuchtend. Das Problem jedoch ist die Umsetzung. Denn was bedeutet nun "richtig", was "ausreichend", was "schädlich" und was könnte unter "schnellstmöglich" zu verstehen sein?

Deutlich weniger schwer fällt es einzusehen, dass der Darm gemeinsam mit den anderen Ausleitorganen (Leber, Nieren, Lymphsystem) ganz offensichtlich im Mittelpunkt des Geschehens steht.

Der Darm im Zentrum des Geschehens

Denn alles, was in den Körper gelangt, wird zunächst im Darm in "brauchbar" oder "unbrauchbar" eingeteilt. Im Darm wird entschieden, was über Blut und Lymphe in den Körper gelangen darf und was ausgeschieden wird. Um diese Aufgabe zufriedenstellend erfüllen zu können, muss der Darm in perfektem Zustand sein.

Er muss sauber sein, seine Peristaltik muss einwandfrei funktionieren, er muss von einer ausgeglichenen Darmflora besiedelt sein und die Darmschleimhaut sollte frei von Entzündungen und krankhaften "Lücken" sein. Dazu muss der Darm stets mit bester Nahrung versorgt werden.

Erhält der Darm aber "zu wenig Richtiges", gleichzeitig "zu viel Schädliches" und ist seine Peristaltik blockiert, so dass er das "Schädliche" nicht schnellstmöglich ausscheiden kann, dann handelt es sich früher oder später um einen geschädigten Darm.

Ein solcher Darm aber wird er an seiner zentralen Aufgabe gehindert – was fatale Konsequenzen mit sich bringen kann. Verdauungsbeschwerden, unreine Haut, zunehmender Körpergeruch und diffuse Gefühle im Kopf gehören zu den ersten Anzeichen einer Störung, deren Ursache in vielen Fällen im Darm zu finden ist.

Reagiert der Mensch auf diese Symptome nicht oder versucht er, sie medikamentös zu unterdrücken, werden die Signale des leidenden Körpers eindringlicher und es können sich degenerative und/oder chronische Krankheiten entwickeln.

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Ganzheitliche Darmreinigung: Das fehlende Wissen der Schulmedizin

Das Wissen um die oben erwähnte Faustregel und die Details zu ihrer Umsetzung wurden aus den Lehrbüchern heutiger Mediziner verbannt. Daher erhoffe man sich keinen sonderlich hilfreichen Kommentar, wenn man einen Arzt nach seiner Meinung bezüglich einer Darmreinigung befragen möchte.

Er hat zu diesem Thema nichts gelernt, hat sich mit dieser Form der Reinigung daher auch nicht gedanklich auseinander gesetzt und verfügt natürlich auch nicht über die einschlägigen Erfahrungen in diesem Bereich (Ausnahmen bestätigen die Regel). In einer Gesellschaft, in der dieses Wissen aber fehlt, beginnt der allgemeine körperliche Verfall, wie wir ihn heute überall sehen und erleben.

Unsere Ernährung bestimmt den Geruch unserer Ausscheidungen

Für uns Menschen ist der Darm – und alles, was damit zusammenhängt – ziemlich anrüchig. Was wir uns in die obere Körperöffnung stopfen, ist für uns meistens sehr wichtig und wir teilen dieses Erlebnis gerne mit anderen Menschen.

Was jedoch unseren Darmausgang betrifft, so sind wir eher verschämt. Das liegt daran, dass wir unsere Ausscheidungen am liebsten verstecken möchten. Der Grund ist einfach: Sie riechen abscheulich. Doch mag es vielleicht den einen oder anderen überraschen: Der Geruch der Ausscheidungen spiegelt praktisch die Qualität dessen wider, was wir gegessen haben und wie gut die Nahrung verdaut werden konnte.

Wie der schlechte Geruch unserer Ausscheidungen verschwindet

Ernähren wir uns von naturbelassenen Lebensmitteln, die möglichst wenig verarbeitet wurden, lassen wir uns beim Essen Zeit und kauen ausführlich, ist unsere Darmflora intakt und ausgeglichen, dann riechen unsere Ausscheidungen nicht wirklich unangenehm.

Ernähren wir uns jedoch von stark verarbeiteten Nahrungsmitteln, von Fertigprodukten, stark gesüssten Speisen, von viel tierischem Eiweiss, trinken wir Alkohol und schlingen unsere Mahlzeiten in aller Eile hinunter, dann verschiebt sich das Gleichgewicht unserer Darmflora. Pilze und Fäulnisbakterien beherrschen daraufhin unseren Verdauungstrakt.

Ihre Abbauprodukte sind für den Körper äusserst schädlich und führen ausserdem zu einem widerwärtigen Geruch – und genau dieser Geruch ist es, der zur Erfindung von Abertausenden WC-Duftsteinen und WC-Duftsprays führte.

Natürlich könnten wir den Geruch mit Hilfe einer Darmreinigung und einer gesunden Ernährung verändern – wenn wir das wollten. Damit verschwindet nämlich nicht nur der üble Duft der Ausscheidungen, sondern es passieren noch ganz andere Dinge:

Ein ganz neues Wohlbefinden stellt sich ein, die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit wächst, das Hautbild bessert sich und chronische Krankheiten werden langsam besser.

Darmreinigung: Nur ein- oder zweimal pro Jahr

Und doch wundert es, dass gerade wir Menschen, die so viel Zeit für die äussere Körperpflege und so viel Geld für Körperpflegeprodukte ausgeben, so wenig – an Geld, Zeit und vor allem Interesse – zu investieren bereit sind, um unser Inneres auf dieselbe gründliche Weise zu pflegen und zu reinigen.

Dabei würde es unserem Darm schon genügen, wenn wir ihm nur ein oder zwei Darmreinigungen pro Jahr gönnen würden, während wir unser Äusseres immerhin jeden Tag reinigen.

Darmreinigung: Die Vorbereitung

Im Grunde bedarf es vor einer Darmreinigung keiner Vorbereitung. Es sei denn, Sie planen, eine Darmreinigung mit einer Fastenkur zu verbinden. Dann sollten Sie einige Wochen zuvor ihren Organismus von Säuren befreien, sich basisch ernähren und gleichzeitig ihre Mineralstoffdepots mit hochwertigen Mikronährstoffen versorgen (siehe "Entsäuerung").

Eine Fastenkur jedoch ist keinesfalls nötig, da eine Darmreinigung sogar parallel zu einer ganz gewöhnlichen, also "ungesunden" Ernährungsweise statt finden kann.

Ihr Erfolg wird nicht ganz so überragend sein wie bei einer gleichzeitigen Ernährungsumstellung, doch wird auch in diesem Fall der Darm entlastet und ein Teil der verhärteten Kotschichten und Schleimschichten abgetragen.

Zu besonders beeindruckenden Erfolgen jedoch führt eine Darmreinigung dann, wenn Sie eine gewisse Zeit zuvor, wenigstens aber parallel zur Darmreinigung die folgenden sechs Punkte berücksichtigen:

  1. Ernähren Sie sich gesund, z. B. nach diesen Vorschlägen
  2. Falls Sie übersäuert sind (ein Test dazu wird hier erklärt) entsäuern Sie parallel zur Ernährungsumstellung, bevor Sie die Darmreinigung durchführen
  3. Trinken Sie am besten nur Quellwasser oder gefiltertes Leitungswasser
  4. Fleisch, Milch, Zucker, Weissmehl möglichst meiden (nähere Infos im nächsten Absatz)
  5. Die Giftzufuhr verringern (keine Nahrungsmittel mit Lebensmittelzusatzstoffen, keine Süssstoffe, keine unnötigen Medikamente etc.)
  6. Für regelmässige Bewegung sorgen (Radfahren, Wandern, Schwimmen, Tanzen, Fitness, Krafttraining oder was immer Ihnen gefällt)
  7. Führen Sie gelegentliche Einläufe durch. Diese beschleunigen die Darmreinigung ganz erheblich. Zu diesem Zweck genügt es bereits, Einläufe mit einem halben Liter Flüssigkeit (oder nach Wunsch auch mehr) durchzuführen. Besonders effektiv sind Einläufe, wenn man sich selbst während der Einwirkzeit der Flüssigkeit, Bauchmassagen im Uhrzeigersinn (rund um den Nabel) gibt.

Darmreinigung: Die Anleitung

Eine konkrete Anleitung für eine ganzheitliche Darmreinigung, die sich gleichzeitig auch positiv auf die Leber, die Nieren, das Lymphsystem, die Blutqualität etc. auswirkt, finden Sie im vorigen Link.

Natürlich kann man zusätzlich - wenn man Zeit und Bedarf hat - noch gezielt Massnahmen für die übrigen Ausleitorgane umsetzen, etwa eine Mariendistelkur für die Leber, einen speziellen Kräutertee für die Nieren, eine Trockenbürstenmassage für das Lymphsystem und das Trinken grüner Smoothies für ein gesundes Blut.

Meiden Sie die vier Darm-Übeltäter

Das Ziel "reiner Darm" lässt sich besonders schnell erreichen, wenn – wenigstens vorübergehend – auf die schlimmsten Darmübeltäter verzichtet wird: Fleisch, Milch, Zucker und Weissmehl.

Insbesondere Milchprodukte führen zu einer starken Verschleimung des Verdauungssystems, so dass oft schon der Verzicht auf Milch, Joghurt, Quark, Käse etc. einen enormen Fortschritt auf dem Wege zu einem besseren Körpergefühl darstellt.

Fleisch hat eine extrem lange Aufenthaltsdauer im Darm und verwest, bevor es Ihren Darm wieder verlassen kann – besonders dann, wenn es gemeinsam mit Kohlenhydrate verzehrt wird. Diese Verwesungsgifte verschlechtern das Darmmilieu und bilden einen Nährboden für schädliche Fäulnisbakterien.

Zucker verstärkt die Gasbildung und fördert Gärprozesse. Die Gärung ihrerseits verschiebt sodann das Mikrobengleichgewicht im Darm.

Eine geschädigte Darmflora ist das Ergebnis (siehe unter "Dysbakterie"). Zucker ist ausserdem das Lieblingsfutter des Candidapilzes, der sich bei Zuckerkonsum explosionsartig vermehrt und die Darmflora noch weiter beeinträchtigt.

Ein grossartiger Gewinn

Der Abschied von diesen vier Nahrungsmitteln wird also deutlich mehr Gewinn als Verlust mit sich bringen. Machen Sie sich klar, dass Sie diese vier schädlichen Nahrungsmittelgruppen nur deshalb zu mögen glauben, weil sie mit ihnen aufgewachsen sind und jeder in ihrem Umfeld sie isst.

In Wirklichkeit muss es sich um eine Art Massenhypnose handeln, die dafür sorgt, dass sich die Menschheit so viel Müll in den Mund stopft, ohne sich je darüber Gedanken zu machen.

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Zuletzt kommentiert

Jeanette Bernzott schrieb am 05.05.2018

Hallo ich habe vor einer Woche begonnen mit der Darmreingung. Nun habe ich seit 2 Tagen einen aufgeblähten Bauch. An was kann dies liegen. Gruss jeanette

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Jeanette

Zeigen sich bei einer Darmreinigung Beschwerden, wird die Dosis eines oder aller Mittel sofort reduziert. Ein aufgeblähter Bauch kann durch die ungewohnten Ballaststoffe entstehen oder durch die probiotischen Bakterien (die zu einer Veränderung des Darmmilieus führen) oder eine Kombination von beidem. Auch wird während der Darmreingung normalerweise die Ernährung umgestellt, was für den Organismus ebenfalls ungewohnt sein kann.

Bitte lesen Sie hier nach. Dort wird erklärt, dass eine Darmreinigung sehr individuell durchgeführt werden sollte. Man orientiert sich also nicht ausschliesslich an den allgemeinen Einnahmeempfehlungen, sondern am persönlichen Befinden. Denken Sie auch daran, unbedingt genügend Wasser zu trinken, da die Darmreinigungspräparate andernfalls verklumpen und so auch zu einem Blähbauch beitragen können.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

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