Psoriasis - Schuppenflechte

Psoriasis - Das Hautbild nachhaltig verbessern

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 08.09.2018
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Psoriasis - Das Hautbild nachhaltig verbessern
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Menschen mit Psoriasis (Schuppenflechte) fühlen sich ihrem Leiden meist wehrlos ausgeliefert und versuchen mit der Krankheit zu leben, ohne daran zu verzweifeln. Herkömmliche Behandlungsmethoden können die Symptome der Schuppenflechte nur lindern oder zeitweise eindämmen, aber nicht heilen. Psoriasis gilt schulmedizinisch als chronische Krankheit. Wer jedoch ganzheitlich denkt und lebt, kann sein Hautbild entscheidend verbessern, unangenehme Begleiterscheinungen verhindern und aktiv zur Genesung beitragen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Psoriasis?

Bei der Schuppenflechte, auch Psoriasis genannt, handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie zählt zu den so genannten Autoimmunerkrankungen, bei denen das Immunsystem körpereigenes Gewebe - in diesem Fall die Hautzellen - angreift und zerstört. Infolge dessen steigt die Bildung neuer Hautzellen nicht nur in rasanter Geschwindigkeit, sondern auch im starken Übermass an.

Normalerweise benötigt eine gesunde Oberhaut etwa 4 Wochen, um sich zu erneuern. Bei der Psoriasis-Haut läuft dieser Prozess innerhalb von 3 bis 4 Tagen ab.

Dieser viel zu schnelle Ablauf führt dazu, dass sich keine normale Hornschicht bilden kann.

Stattdessen entstehen die für eine Psoriasis-Haut typischen Schuppenareale. Meistens sind sie örtlich begrenzt, doch die Schuppenflechte kann sich auch grossflächig auf der Haut ausbreiten.

Welche Symptome hat die Psoriasis?

Zu den häufig auftretenden Symptomen einer Schuppenflechte zählt die Bildung silbrig-weisser, trockener Schuppen (Psoriasis vulgaris) ebenso wie die gelbliche Krustenbildung (Psoriasis exsudativa), die durch starke Entzündungsprozesse entsteht.

Weitaus seltener treten hingegen mit Eiter gefüllte Bläschen auf, die sich vorwiegend an den Innenflächen der Hände und Füsse zeigen (Psoriasis pustulosa).

In ganz seltenen Fällen können grossflächige Entzündungen die gesamte Körperhaut verdicken, so dass sie immer unelastischer wird und schliesslich überwiegend in den Gelenkbereichen, wie Schulter, Ellenbogen, Knie, Knöchel etc. zu reissen beginnt – was sich dann psoriatische Erythrodermie nennt.

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Psoriasis vulgaris ist die bekannteste Form

Bei der Psoriasis vulgaris handelt es sich um die am häufigsten auftretende Form der Schuppenflechte. Sie zeigt sich durch scharf und unregelmässig begrenzte, rötliche Plaques der Haut, die mit silberweissen Schuppen bedeckt sind.

Von der Schuppenbildung besonders betroffen sind die Kopfhaut, der hintere Bereich der Ohren, die Ellenbogen und Knie sowie die Gesässfalte.

Im Verlauf der Psoriasis vulgaris entwickelt sich bei vielen Betroffenen zusätzlich eine Nagelpsoriasis. Sie verändert sowohl die Form als auch die Farbe der Nägel und kann den Nagel letztlich ganz zerstören, so dass er sich vom Nagelbett ablöst.

Eine weitere Erkrankung, die häufig in Folge einer lang anhaltenden Psoriasis vulgaris auftritt, ist die Psoriasis-Arthritis.

Was ist Psoriasis-Arthritis?

Die Psoriasis-Arthritis (Kurzform PsA) ist eine Krankheit des rheumatischen Formenkreises und zählt ebenfalls zu den Autoimmunerkrankungen.

Allerdings werden hier - im Gegensatz zur Schuppenflechte - nicht die Hautzellen, sondern die Gelenke durch anhaltende Entzündungsprozesse angegriffen.

Als erstes ist die Innenhaut der Gelenke betroffen und im späteren Verlauf dann der Knorpel.

In den meisten Fällen findet die Entzündung im Bereich der Finger- und Zehengelenke statt. Generell können jedoch nahezu alle Gelenke von der Psoriasis-Arthritis betroffen sein.

Die Gelenkbereiche sind gerötet, schwellen an und schmerzen. Bleibt die Entzündung über einen langen Zeitraum bestehen, können die Gelenke zunehmend versteifen und so erhebliche Bewegungseinschränkungen nach sich ziehen.

Was ist die Ursache der Psoriasis-Arthritis?

Die Psoriasis-Arthritis kann sich infolge einer bereits bestehenden Schuppenflechte-Erkrankung entwickeln. Bevor sie zum Ausbruch kommt, können jedoch viele Jahre vergehen.

Obwohl eine genetische Disposition wahrscheinlich Voraussetzung für diese Art Erkrankung ist, müssen noch weitere Faktoren, so genannten Triggerfaktoren, hinzukommen, bevor sie schliesslich ausbricht.

Hierzu zählen beispielsweise bakterielle Infektionserkrankungen, die Einnahme bestimmter Medikamente (z. B. spezielle Blutdrucksenker, Rheumamittel etc.), anhaltende psychische Belastungen, ungesunde Ernährung, Umweltgifte oder starkes Übergewicht.

Bei übergewichtigen Menschen stellt das Bauchfett eine besondere Gefahr dar, denn dort werden entzündungsfördernde Botenstoffe produziert, die an den Gelenken immer wieder neue Entzündungsprozesse entfachen können.

Welche Nebenwirkungen hat die Psoriasis-Therapie der Schulmedizin?

In der schulmedizinischen Therapie wird die Schuppenflechte meist mit äusserlichen Anwendungen behandelt. Zum Einsatz kommen unter anderem Salicylsäurepräparate, teerhaltige Salben und Glukokortikoide (Cortison).

Diese bekämpfen zwar die Symptome der Erkrankung, nicht aber deren Ursachen. Hinzu kommt, dass diese Medikamente teilweise gravierende Nebenwirkungen haben.

Salicylsäure wird beispielsweise zum Ablösen der Schuppen eingesetzt. Ausserdem hat sie eine antimikrobielle, entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung. Leider ist sie jedoch gleichzeitig auch potentiell gewebeschädigend und entfaltet bei dauerhaftem Gebrauch schädliche Wirkungen.

Teersalben hemmen die übermässige Zellteilung, wirken entzündungshemmend und lindern den Juckreiz. Ihnen wird jedoch bei längerem Gebrauch eine kanzerogene (krebserregende) Wirkung nachgesagt, daher sollte eine langfristige bzw. dauerhafte Anwendung vermieden werden.

Besonders häufig wird in der Psoriasis-Therapie Cortison in Form von Salben, Medikamenten oder Injektionen verordnet - völlig ungeachtet der vielen möglichen Nebenwirkungen.

Wassereinlagerung, Blutdruckanstieg, Blutzuckererhöhung, Immunschwäche, Osteoporose, Übergewicht oder das Cushing-Syndrom (Vollmondgesicht, Stiernacken, brüchige Hautgefässe) sind bekannte Reaktionen bei einer längerfristigen hochdosierten Cortison-Anwendung.

Hilft die PUVA-Therapie bei Schuppenflechte?

Die PUVA-Therapie ist eine Lichttherapie, die überwiegend bei grossflächiger Psoriasis Anwendung findet. Hier werden die erkrankten Hautbereiche mit UV-A-Strahlen behandelt.

Das P steht für ein Medikament namens Psolaren, das die Haut lichtempfindlicher macht und vor der Behandlung vom Patienten eingenommen wird.

Da Psolaren in vielen Fällen Übelkeit und Erbrechen auslöst, wird alternativ zur Einnahme auch das Baden in einer Psoralenlösung angeboten.

Die PUVA-Therapie wirkt Entzündungsprozessen entgegen, hemmt die Überaktivität des Immunsystems und reduziert so die übermässige Teilung der Hautzellen. Daher kommt es in einigen Fällen zum Rückgang der Beschwerden.

Das klingt zunächst überzeugend, würde man die Nebenwirkungen dieser Therapie ausser Acht lassen.

Welche Nebenwirkungen hat die PUVA-Therapie?

So besteht bei der PUVA-Therapie eine verstäkte Sonnenbrandneigung. Selbst die geschlossenen Augen (!) sind bei fehlendem Schutz durch eine entsprechende Brille massiv gefährdet. Eine akute Bindehautentzündung oder Linsentrübung sowie eine degenerative Veränderung der Netzhaut sind mögliche Folgen.

Darüber hinaus kann die Therapie eine Pigmentverschiebung, Überpigmentierung, Verdickung der Haut sowie eine aktinische Keratose (eine Frühform von Hautkrebs) verursachen. Bei höheren UV-A-Dosen steigt das Krebsrisiko exponentiell an.

Was sind die möglichen Ursachen der Schuppenflechte?

Wie immer in der Welt der Autoimmunerkrankungen sind der Schulmedizin auch bei der Schuppenflechte keine konkreten Ursachen bekannt. Man geht von verschiedenen Faktoren aus, die in ihrer Gesamtheit schliesslich krankheitsauslösend wirken könnten.

Aus naturheilkundlicher Sicht können die folgenden Aspekte zu den Ursachen der Schuppenflechte gehören:

1. Schwaches oder überlastetes Immunsystem

Die Schuppenflechte ist – wie oben erwähnt – eine Autoimmunerkrankung, also ein Problem des Immunsystems. Folglich gehört die Überlastung des Immunsystems zur massgeblichen Ursache der Psoriasis.

Das Immunsystem hat die Aufgabe, den Körper vor Schadstoffen jeder Art zu schützen. So geht das Abwehrsystem gegen Krankheitserreger (Bakterien, Viren, Pilze etc.) ebenso rigoros vor wie gegen Gifte oder andere Fremdkörper.

Seinen Hauptsitz hat das Immunsystem im Darm, denn dort hat es die meiste Arbeit zu erledigen. Der Darm wird schliesslich mit sämtlichen Schadstoffen konfrontiert, die in irgendeiner Weise in den Körper gelangt sind.

Je mehr Schadstoffe sich im Darm angesammelt haben, umso intensiver ist das Immunsystem gefordert.

Wenn zusätzlich Krankheitserreger auftauchen oder wenn es zu allergischen Reaktionen oder äusseren Verletzungen der Haut kommt, dann wird das Immunsystem an seine Grenzen gebracht. Es wird überfordert, geschwächt und kann seinen vielfältigen Aufgaben nicht mehr gerecht werden.

Jetzt kann es passieren, dass die überforderten Immunzellen plötzlich überaktiv werden und beginnen, auch körpereigenes Gewebe anzugreifen, was zu dauerhaften Entzündungen in den betroffenen Bereichen führen kann.

Man geht zwar davon aus, dass bei den Betroffenen eine gewisse genetische Veranlagung für Psoriasis vorhanden ist. Dennoch braucht es zum tatsächlichen Ausbruch der Erkrankung noch weitere Faktoren. Hierzu zählen in erster Linie das erwähnte überforderte Immunsystem sowie zusätzlich ein krankes Darmmilieu.

2. Krankes Darmmilieu

Eine gesunde Darmschleimhaut verhindert, dass Schadstoffe oder unvollständig verdaute Partikel in den Blutkreislauf gelangen können. Voraussetzung dafür ist allerdings eine wirklich intakte Darmschleimhaut.

Grosse Mengen an Toxinen, Schadstoffen sowie schädlichen Bakterien im Darm erzeugen jedoch ein giftiges Darmmilieu, das die Darmschleimhaut regelrecht verätzt. Infolgedessen wird sie porös, so dass vermehrt Giftstoffe und unverdaute Nahrungsbestandteile in den Blutkreislauf gelangen. Man spricht vom sog. Leaky-Gut-Syndrom ("Leckender Darm").

Dies wiederum führt zu heftigen Reaktionen des Immunsystems. Es kommt zu entzündlichen und allergischen Reaktionen. Eine wissenschaftliche Studie konnte bestätigen, dass bei Psoriasis-Patienten häufig mikroskopische Verletzungen der Darmschleimhaut auftraten, die durch Entzündungsprozesse im Darm verursacht wurden. Dies traf auf Patienten mit Psoriasis vulgaris ebenso zu wie auf jene mit Psoriasis-Arthtritis.

3. Gestörte Darmflora

Das oben beschriebene giftige Darmmilieu stellt für pathogene Bakterien, Pilze oder Parasiten einen optimalen Lebensraum dar.

Ganz im Gegensatz dazu können die nützlichen Bakterien in diesem Milieu nur schwer überleben. Es kommt zu einer Überbevölkerung des Darms mit schädlichen Bakterien. Die so entstandene Darmflorastörung (auch Dysbakterie oder Dysbiose genannt) gilt als Auslöser vieler unterschiedlicher Erkrankungen.

Im gleichen Mass, wie sich die pathogenen Darmbewohner vermehren, nimmt die Anzahl der gesundheitsfördernden Darmbakterien ab. Dies führt u. a. auch dazu, dass letztere nicht mehr ausreichende Mengen kurzkettiger Fettsäuren bilden können, die den Darmschleimhautzellen als Nahrung dienen. Ein Mangel dieser Fettsäuren kann zur Degeneration der Darmschleimhaut führen, in dessen Folge sich das oben beschriebene Leaky-Gut-Syndrom umso besser entwickeln kann.

Die toxischen Ausscheidungen der Darmpilze (z. B. Candida albicans) sind für die Darmschleimhaut besonders gefährlich, denn sie greifen die Schleimhaut an und zerstören das Gewebe. Auch auf diese Weise wird die Darmschleimhaut durchlässig für Substanzen, die keinesfalls ins Blut gelangen dürften.

Bereits 1986 konnte eine erste wissenschaftliche Studie den konkreten Zusammenhang zwischen einer bestehenden Psoriasis und einer extrem gestörten Darmflora nachweisen.

In dieser Studie wurden Stuhlproben von Patienten mit seborrhoischem Ekzem der Kopfhaut sowie einer Schuppenflechte der Kopfhaut untersucht. Das Ergebnis zeigte, dass alle Patienten eine hochgradig pathologische Darmflora aufwiesen, die vor allem von pathogenen Hefepilzen dominiert wurde.

4. Übersäuerung

Viele Menschen leiden aufgrund einer ungesunden Lebens- und Ernährungsweise an einer chronischen Übersäuerung (Störung des Säure-Basen-Haushaltes), die zahlreiche Erkrankungen begünstigen kann.

Eine Säureansammlung hat, ebenso wie Toxine, eine ätzende Wirkung - sowohl auf die Schleimhäute als auch auf die Gelenke. Es entstehen Entzündungsprozesse, die bei einer latenten Psoriasis ständig wiederkehrende Schübe auslösen können.

Säuren werden normalerweise schnellstmöglich über den Urin ausgeschieden, doch die Ausleitungskapazität der Nieren ist begrenzt. Bei einer chronischen Übersäuerung ist die anfallende Säurenmenge derart gross, dass die Nieren überfordert sind. In dieser Situation ist der Körper auf die Zuhilfenahme der Haut – das grösste Ausleitungsorgan des Körpers – angewiesen.

Werden nun verstärkt Säuren über die Haut ausgeschieden, kommt es in den ohnehin lädierten Hautbereichen zu weiteren Entzündungsprozessen, wodurch sich das Hautbild schubweise deutlich verschlechtert - so das naturheilkundliche Erklärungsmodell.

5. Ungesunde Ernährung

Eine ungesunde Ernährung steht zu Beginn all der bereits genannten vier Faktoren. Sie kann also sowohl zur Schwächung des Immunsystems, zur Dysbakterie im Darm, zur Verschlechterung des Darmmilieus als auch zur Übersäuerung des Körpers beitragen.

Diese Auswirkungen zeigen deutlich, dass eine ungesunde Ernährung an der Entstehung nahezu jeder Krankheit beteiligt ist - so auch an der Entstehung der Psoriasis. Im Umkehrschluss ist daher auch jede Erkrankung durch eine gesunde Ernährungsweise positiv zu beeinflussen.

Über die ausreichende Aufnahme qualitativ hochwertiger und vitalstoffreicher Lebensmittel erhält der Körper genügend Energie, um seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren, die er zur Erhaltung einer guten Gesundheit benötigt.

Der grösste Fehler, der heutzutage im Zusammenhang mit der Ernährung gemacht wird, ist der Verzehr enormer Mengen an Zucker, Weissmehlerzeugnissen, tierischen Eiweissen minderer Qualität, Softdrinks und anderen Fertigprodukten. Hinzu kommt die schlechte Qualität (Pestizidrückstände, hoher Nitratgehalt etc.) vieler herkömmlicher Lebensmittel.

Weder Zucker noch Weissmehl liefern dem Körper relevante Vitalstoffmengen. Stattdessen versorgen diese Nahrungsmittel die pathogenen Bakterien, Pilze und Parasiten mit deren Lieblingsnahrung - dem Zucker. Klinischen Untersuchungen zufolge reicht bereits ein Teelöffel Zucker täglich aus, um chronische Entzündungsprozesse zu entwickeln.

Der hohe Verzehr tierischer Produkte, zu denen auch Milchprodukte zählen, kann das Verdauungssystem überfordern. Es kommt zu einem Eiweissüberschuss und gleichzeitig zu steigendem Harnsäurespiegel. Man weiss jedoch, dass Psoriasis-Patienten überdurchschnittlich häufig an hohen Harnsäurespiegeln leiden.

Fertigprodukte enthalten oft nur sehr wenige Mikronährstoffe. Dafür liefern sie jedoch eine Vielzahl minderwertigster Rohstoffe kombiniert mit einer ganzen Palette synthetischer Zusatzstoffe. Die Folgen einer solchen Ernährung sind für den Körper katastrophal. Sämtliche der genannten Nahrungsmittel führen zur Übersäuerung des Körpers, verändern das Darmmilieu und tragen so zur Dysbakterie sowie zu chronischen Entzündungsprozessen bei.

Wer jetzt die genetische Veranlagung zur Schuppenflechte trägt, ist stark gefährdet, dass diese auch tatsächlich ausbricht.

Welche naturheilkundlichen Massnahmen gibt es?

In der Naturheilkunde konzentriert man sich nun auf die Behebung der oben genannten Risikofaktoren - und zwar folgendermassen:

1. Gesunde Ernährung

In Sachen Ernährung ist eine entzündungshemmende Ernährung eine gute Idee. Ihre positiven Auswirkungen auf die Psoriasis wurden bereits in unterschiedlichen Studien gezeigt. Wir haben hier ausführlich erklärt, wie man sich bei Psoriasis ernähren könnte: Die Ernährung bei Psoriasis. Um den Einstieg in diese Ernährungsform zu erleichtern, finden Sie hier einen Ernährungsplan bei Psoriasis.

Es handelt sich dabei um einen beispielhaften Ernährungsplan, der einen Überblick ermöglichen soll, damit Sie sehen, welche Lebensmittel zu welchen Speisen kombiniert werden können. Der Ernährungsplan muss also nicht eins zu eins umgesetzt werden, sondern ist jederzeit offen für persönliche Vorlieben und Ergänzungen.

Allerdings gilt auch bei der Psoriasis – wie bei jeder chronischen Erkrankung – dass nicht EINE Ernährung für alle Menschen gleichermassen geeignet ist. Daher sollte der oder die Betroffene sich stets sorgfältig beobachten, um mögliche Auslöser der Psoriasis im persönlichen Speiseplan herauszufinden. So könnte bei manchen Psoriasis-Betroffenen das Gluten im Getreide die Psoriasis-Symptome verschlechtern. Bei anderen könnten es Milchprodukte und bei wieder anderen der tägliche Liter Cola light.

Bei der Wahl der Öle und Fette meidet man solche mit entzündungsfördernder Wirkung, also Öle mit einem hohen Anteil an Omega-6-Fettsäuren (z. B. Sonnenblumenöl, Distelöl, Sojaöl etc.) bzw. wählt Öle mit einem stimmigen Omega-3-Omega-6-Verhältnis (z. B. Hanföl) oder auch Öle mit bevorzugt einfach ungesättigten Fettsäuren wie z. B. Olivenöl oder Mandelöl.

Omega-3-Fettsäuren können auch als entzündungshemmende Nahrungsergänzung zum Einsatz kommen, z. B. über Algenölkapseln (die pflanzliche Alternative zu Fischölkapseln).

2. Leberreinigung

Die Leber als unser grösstes Entgiftungsorgan wird mit sämtlichen Toxinen konfrontiert, die in den Körper gelangen. Wie oben erklärt, leiden Psoriasis-Erkrankte häufig unter einer gestörten Darmfunktion (z. B. Leaky-Gut-Syndrom), so dass die Leber mit der daraus entstehenden zusätzlichen Giftbelastung überfordert ist, was wiederum das Immunsystem schwächen könnte.

Es gibt eine grosse Anzahl von Heilpflanzen, die in der Lage sind, die Leber wirkungsvoll zu stärken. Zu den bekanntesten leberregenerierenden Pflanzen zählen Mariendistel und Löwenzahn sowie die Artischocke. Generell stärken jedoch die meisten Bitterstoffe (in der richtigen Menge) die Entgiftungsfunktion der Leber.

Ideal ist zur Stärkung und Entlastung der Leber beispielsweise ein Bitter-Basenpulver, ein Löwenzahnextrakt oder auch ein Löwenzahnpulver. Einen Vorschlag zu einer Leberreinigung finden Sie hier.

3. Antioxidantien

Autoimmunerkrankungen sind chronisch entzündliche Erkrankungen, in deren Verlauf immer auch vermehrt "freie Radikale" aktiv sind und zu einem erhöhten Grad oxidativen Stresses führen. Dieser wiederum wirkt zusätzlich entzündungsfördernd. Antioxidantien nun, die sich in Obst, Gemüse, Kräutern und Gewürzen finden, können oxidativen Stress mindern und wirken entzündungshemmend. Zu den bekanntesten antioxidativ wirksamen Nahrungsergänzungen zählen z. B. Astaxanthin, Aronia, OPC, Curcumin, Sulforaphan etc.

4. Weihrauch

Weihrauch gilt als deutlich entzündungshemmend und wird daher in der Naturheilkunde auch bei entzündlichen Gelenkerkrankungen eingesetzt.

Verantwortlich für die Wirkung des Weihrauchs sind die darin enthaltenen Boswelliasäuren. Sie sollen ein spezielles entzündungsförderndes Enzym (Prostaglandin E2) in seiner Aktivität hemmen, wodurch die Entzündungsreaktionen deutlich verringert werden. Eine Studie hierzu beschreibt den genauen Wirkmechanismus.

5. Vitamin D

Viele Psoriasis-Betroffene haben die Erfahrung gemacht, dass Sonnenlicht eine sehr positive Auswirkung auf das Erscheinungsbild der Haut haben kann. Besonders heilsam kann die Kombination von Sonne und Salzwasser sein. Daher profitieren Psoriasis-Patienten ausserordentlich von langen Strandaufenthalten am Meer.

Ein Grund, warum Sonnenlicht der Haut so gut tut, ist sicher auch sein Einfluss auf den Vitamin-D-Spiegel. Denn Vitamin D wird in der Haut unter Einwirkung von UV-Strahlung gebildet. Gerade Menschen mit chronischen Erkrankungen leiden häufig an einem Vitamin-D-Mangel, so dass auch bei Psoriasis der Spiegel bestimmt werden sollte, bevor man dann dem persönlichen Bedarf entsprechend die individuell passende Dosis auswählt.

6. Basenbäder

Nicht nur die Sonne wirkt an der See heilend auf die Schuppenflechte, auch das Meerwasser. Das darin enthaltene Salz erweicht die Hautschuppen und löst sie schliesslich ab. Zudem hat Salz eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung und lässt den Juckreiz verschwinden.

Salzbäder lassen die Haut wieder atmen und machen sie weich und geschmeidig.

Auch hier ist es natürlich den meisten Menschen nicht möglich, regelmässig Bäder im Meer zu geniessen. Aber das ist auch gar nicht nötig, denn es gibt zahlreiche basische Bäder oder auch Meersalzbäder im Handel, die einen ähnlich positiven Effekt auf die Haut haben, wobei basische Bäder die Haut nicht so austrocknen, wie das nach einem Bad im Meer oft der Fall ist.

7. Entsäuerung

Da die Übersäuerung des Körpers aus naturheilkundlicher Sicht zu den Ursachen einer jeden chronischen Erkrankung gehören kann, zählt natürlich auch die Entsäuerung zu fast jedem ganzheitlichen Konzept, ganz gleich welche Beschwerden vorliegen. Weitere Informationen zu dieser Thematik finden Sie hier: Entsäuerung

8. Darmflora-Aufbau

Zur Regeneration des möglicherweise angeschlagenen Darmmilieus kann an eine Darmreinigung gedacht werden. Dabei wird gleichzeitig eine gesunde Darmflora aufgebaut, was zu einer Regulierung des Immunsystems beitragen kann.

Daher kann sich diese Massnahme auf alle Körperbereiche positiv auswirken. Sogar Ihre Psyche wird von der Darmreinigung profitieren, denn sie ist über das Nervensystem sehr eng mit dem Darm verbunden.

9. Psyche

Der mögliche Zusammenhang zwischen der Entstehung einer Schuppenflechte und dem Seelenzustand der betroffenen Menschen ist äusserst interessant. Leider findet er nur in seltenen Fällen Beachtung. Dabei ist es allgemein bekannt, dass die Haut das Spiegelbild der Seele ist.

Die Haut hat vielfältige Funktionen, von denen drei den Zusammenhang zur Psyche besonders deutlich zeigen.

  1. Die Haut ist unser grösstes Kontaktorgan zur Umwelt.
  2. Gleichzeitig grenzt uns die Haut ab und bietet uns Schutz vor der Umwelt.
  3. Die Haut ist die Projektionsfläche sämtlicher inneren Vorgänge.

Wenn wir uns alleine diese Funktionen vor Augen halten, ergeben sich bei Schuppenflechte-Betroffenen folgende Fragen:

  • Wie steht es um Ihre Kontaktfreudigkeit? Grenzen Sie sich zu sehr ab?
  • Vor wem oder was soll ihr (Schuppen-) Panzer Sie schützen?
  • Haben Sie Angst, von anderen Menschen verletzt zu werden?
  • Was ist es wirklich, was die (Haut-) Grenze durchbricht und zum Vorschein kommen will?

Es ist sicher nicht immer sinnvoll, die Beantwortung dieser Fragen mit sich selbst auszumachen. Sprechen Sie daher mit einem versierten Therapeuten, denn er kann Ihnen Wege aufzeigen, wie Sie diese psychischen Blockaden Schritt für Schritt auflösen können.

10. Äusserlich Kokosöl, innerlich Ghee

Kokosöl ist aufgrund seiner antientzündlichen Fettsäuren ein gerade bei Psoriasis sehr wohltuendes Körperpflegeöl. Statt eines Duschgels könnten Sie eine natürliche Olivenölseife benutzen und sich anschliessend mit Kokosöl pflegen.

Auch Ayurvedisches Ghee (reines Butterfett) scheint - hier bei innerlicher Einnahme - bei Psoriasis-Patienten anzuschlagen. In einer Studie über 7 Tage hinweg erhielten die Teilnehmer täglich 60 ml eines medizinisch aufbereiteten Ghees.

Erstaunlicherweise sank nicht nur deren zuvor erhöhter Cholesterinspiegel. Auch sämtliche Symptome ihrer Schuppenflechte – wie Juckreiz und Rötung – sowie das gesamte Hautbild besserten sich deutlich. Lesen Sie die Details hier: Ghee lindert Psoriasis. Allerdings wurde in der Studie medizinisch aufbereitetes, also mit Kräutern versetztes Ghee eingesetzt, dessen Rezeptur nicht bekannt ist und man daher in den Genuss dieses Ghees wohl nur in den entsprechenden Ayurveda-Zentren kommen kann.

Was tun bei Psoriasis? Langsam vorgehen!

Versuchen Sie nun jedoch bitte nicht, alle obigen Hinweise gleichzeitig umzusetzen. Da zu viele Änderungen oder zu viele eingenommene Präparate auch schnell zu einer Überforderung des Organismus und somit zu "Nebenwirkungen" führen können. Gehen Sie daher langsam und Schritt für Schritt vor! Alles Gute!

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EmmiW schrieb am 06.02.2016

Sehr, sehr interessanter Artikel! Meiner Meinung nach einer der besten und informativsten, die ich bis jetzt über Psoriasis gelesen habe. Ich finde es toll wie genau alles erklärt wird. Ich persönlich leider seit über 10 Jahren an Pso und ich informiere mich natürlich kontinuierlich über neue Therapiemöglichkeiten, bin aber immer wieder enttäuscht worden. Mittlerweile habe ich meine eignen Gewohnheiten bzw. Pflegeroutinen entwickelt. Ganz wichtig ist mind. zweimal im Jahr ans Meer fahren, dass ist das einzige was 100% funktioniert. Ganz, ganz viel schmieren mit Urea-, Ringelblumen- und Vitamin-D-Salben, keine Billigkleidung, die meistens voller chemischen Substanzen sind, ich trage immer nur spezielle Kleidung für Schuppenflechte unter meiner normalen Sachen zb. von Tepso, die sind ganz glatt und reiben nicht und viel Ruhe und gesunde Ernährung. Ghee werde ich jetzt aber auch mal ausprobieren!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Emmi W
Vielen Dank für Ihr Lob und Ihre Ergänzungen :-)
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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Quellen