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Chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED)

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 19.12.2018
Chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED)
© istockphoto.com/margouillatphotos

Eine proteinreiche Ernährung erhöht das Risiko, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) zu entwickeln. Eine im American Journal of Gastroenterology veröffentlichte Studie des Hospitalier Universitaire de Bicetre in Paris ergab, dass von 67.000 Studienteilnehmerinnen diejenigen Frauen, deren Ernährung den höchsten Anteil tierischer Proteine enthielt, ein dreimal so hohes Risiko aufwiesen, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) zu entwickeln als Frauen, die nur wenig tierisches Protein zu sich nahmen.

Inhaltsverzeichnis

CED: Je mehr tierisches Eiweiss, desto kränker der Darm

CED äussern sich in schweren Entzündungen des Verdauungstraktes. Leiden wie Morbus Crohn(1) oder Colitis ulcerosa(2) gehören zu den bekanntesten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

Die Forscher verfolgten zehn Jahre lang die Krankengeschichte von mehr als 67.000 Frauen im Alter von 40 bis 65 Jahren. Innerhalb dieses Zeitraums erkrankten 77 Teilnehmerinnen an CED. Daraufhin analysierten die Wissenschaftler die Ernährungsweise aller Teilnehmerinnen und stiessen so auf den genannten Zusammenhang zwischen CED und einer Ernährung, die reich an tierischen Proteinen ist.

Fleisch und Fisch gleichermassen schädlich

Die Wissenschaftler untersuchten ferner, welche Art tierischen Eiweisses zu einem erhöhten CED-Risiko führen könne und stellten fest, dass nicht nur Fleischkonsum, sondern genauso Fischverzehr dafür verantwortlich war.

Sie vermuten nun, dass die bei der Verdauung von tierischem Eiweiss entstehenden giftigen Stoffwechselprodukte wie z. B. Ammoniak und Schwefelwasserstoff den Verdauungstrakt beschädigen könnten. Ausserdem beeinträchtige eine proteinreiche Ernährung möglicherweise die natürliche Balance nutzbringender Bakterien im Darm.

Massnahmen zur Vorbeugung und Therapie

„Unsere Forschungsergebnisse zeigen den Einfluss der Ernährung auf das CED-Risiko,”

schrieben die Forscher. „Wenn dieser sich in weiteren Studien bestätigen sollten, können wir daraus Strategien zur Prävention und Therapie sowie zur effektiven Vermeidung von Rückfällen ausarbeiten.“

Frühere Studien zeigten einen Zusammenhang zwischen einem hohen CED-Risiko und dem Verzehr grosser Mengen Zucker sowie bestimmter Fette (Omega-6-Fettsäuren, z. B. aus tierischen Fetten, Sonnenblumenöl, Distelöl, etc.). Eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren (Leinöl, Hanföl, etc.) ist, wurde hingegen mit einem geringeren Erkrankungsrisiko in Zusammenhang gebracht.

Die erforderlichen Massnahmen für eine gesunde Ernährung, mit der man CED vorbeugen kann, sind also: Zucker und Fleisch meiden sowie für ein gesundes Omega-6-Omega-3-Verhältnis (etwa 5 : 1) sorgen.

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