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Leaky Gut Syndrom – Ursachen und Therapie

Leaky Gut Syndrom – Ursachen und Therapie

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(Zentrum der Gesundheit) – Das Leaky Gut Syndrom beschreibt eine geschädigte (undichte) Darmschleimhaut und gilt als gravierende Mitursache für zahlreiche chronische Krankheiten. Die meisten davon gelten als unheilbar, wie Allergien und Autoimmunerkrankungen. Leider weisen die wenigsten Ärzte auf diesen Zusammenhang hin. Dabei wäre das Leaky Gut Syndrom gut therapierbar, und die entsprechende Krankheit könnte sich bessern. Wir stellen mögliche Ursachen des Leaky Gut Syndroms vor sowie natürliche Massnahmen, die zu einer Ausheilung der undichten Darmschleimhaut führen.

Das Leaky Gut Syndrom – Der undichte Darm

Das Leaky Gut Syndrom (LGS) ist keine neu entdeckte Erkrankung, denn schon seit mindestens den 1980er Jahren erforscht man den undichten oder lecken Darm – wie das Leaky Gut Syndrom auf Deutsch heisst. Vielleicht haben Sie schon davon gehört und vermuten, dass auch Ihre Symptome mit dieser Erkrankung in Zusammenhang stehen könnten.

Die Symptomatiken eines Leaky Gut Syndroms können sehr vielfältig und diffus sein, wie z. B.
 

Da viele der genannten Symptome nicht unbedingt mit einem kranken Darm in Verbindung gebracht werden, kommen Betroffene auch meist gar nicht auf die Idee, etwas für ihr Verdauungssystem zu tun, um eine Besserung herbei zu führen.

Im Lauf der Jahre entwickeln sich dann ernsthafte Beschwerden. So werden besonders die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) mit dem Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht. Genauso Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen. Viele dieser Erkrankungen gelten als unheilbar.

Das Leaky Gut Syndrom aber ist heilbar, so dass sich auch die mit ihm im Zusammenhang stehende Krankheit bessern kann, sobald sich der Darm wieder regeneriert hat.

Was ist das Leaky Gut Syndrom?

Das Leaky Gut Syndrom betrifft insbesondere den Dünndarm, nicht den Dickdarm. Doch was bedeutet es, wenn der Dünndarm undicht ist?

Die Darmschleimhaut stellt eine Barriere zwischen dem Darminhalt und dem Blutkreislauf dar. Man sagt daher auch Darmbarriere dazu. Wenn die Barriere intakt ist, lässt die Darmschleimhaut lediglich Wasser und die benötigten Nährstoffe in den Blutkreislauf passieren.

Beim Leaky Gut Syndrom aber weist die Darmschleimhaut plötzlich Lücken auf, so dass jetzt auch Stoffe in den Blutkreislauf gelangen können, die dort auf keinen Fall hingehören und normalerweise mit dem Stuhl ausgeschieden werden sollten.

Dabei handelt es sich um Giftstoffe, Pilze, Pilztoxine und unvollständig verdaute Partikel. Treffen diese Substanzen nun im Blut ein, klingeln sämtliche Alarmglocken des Immunsystems.

Um die Eindringlinge zu vernichten, kommt es zu Immunreaktionen. Entzündungsstoffe werden ausgeschüttet und gleichzeitig bildet der Organismus Antikörper gegen die Fremdstoffe. Das ist der häufig der Beginn unterschiedlicher Allergien.

Da die Struktur der Fremdstoffe in manchen Fällen auch körpereigenem Gewebe ähnelt, kann es von seiten des Immunsystems nun zu Verwechslungen kommen. Es greift eigene Zellen an – im Glauben, es handle sich um einen der Eindringlinge. Die Autoimmunerkrankung ist da.

Leaky Gut Syndrom und Autoimmunerkrankungen

Zu den Autoimmunerkrankungen zählen so weit verbreitete Beschwerden wie das Rheuma (rheumatoide Arthritis), die chronische Schilddrüsenentzündung Hashimoto Thyreoiditis oder auch die Autoimmunerkrankungen der Haut (Pemphigus foliaceus, Lichen sclerosus, Lupus erythematodes, Vitiligo, Psoriasis).

Auch die Multiple Sklerose und die Sarkoidose (Lunge, Augen, Bindegewebe) gehören dazu, eventuell Morbus Bechterew sowie die bereits genannten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (und viele mehr).

Das Leaky Gut Syndrom – Die Folgen

Inzwischen liegen bereits zahlreiche wissenschaftliche Studien vor, die zeigen, dass bei der Mehrzahl der aufgeführten Krankheiten, ja sogar bei Herzproblemen und autistischen Störungen nachweislich ein Leaky Gut Syndrom vorliegen kann.
 

  • Rheuma: Schon Mitte der 1980er Jahre erklärten Smith et al. im Journal of Rheumatology, dass Patienten mit Morbus Bechterew ebenso wie jene mit rheumatoider Arthritis eine im Vergleich zur Kontrollgruppe signifikant erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut aufweisen.
     
  • Psoriasis: Zusammenhänge zwischen dem Leaky Gut Syndrom und Psoriasis fand man ebenfalls bereits vor vielen Jahren, nämlich Anfang der 1990er Jahre (Humbert et al., Journal of Dermatological Science).
     
  • Neurodermitis: 2004 schrieben Forscher im Journal of Pediatrics, dass bei Neurodermitis vermutlich eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut am Krankheitsgeschehen beteiligt ist. Sie gaben in einer doppelblinden und placebo-kontrollierten Studie 41 Kindern über 6 Wochen hinweg ein Probiotikum mit L. rhamnosus und L. reuteri und stellten fest, dass nach Ablauf der 6 Wochen nicht nur die Darmschleimhaut wieder gesünder war, sondern dass sich auch die Hautekzeme deutlich verbesserten.
     
  • Reizdarm: 2006 veröffentlichten Forscher des Nottingham University Hospitals eine Studie, die sich dem Reizdarmsyndrom widmete. Die Wissenschaftler schlussfolgerten, dass ein Leaky Gut Syndrom bei Patienten mit Reizdarm regelmässig vorhanden sei.
     
  • Chronisches Müdigkeitssyndrom: 2007 schrieben belgische Wissenschaftler, dass das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS) stets von immunologischen Störungen begleitet wird, die höchstwahrscheinlich vom ebenfalls vorhandenen Leaky Gut Syndrom verursacht werden. Sie rieten daraufhin, Menschen mit CFS immer auch eine Therapie zur Regeneration der durchlässigen Darmschleimhaut angedeihen zu lassen.
     
  • Diabetes Typ 1: Im Jahr 2008 zeigten finnische Wissenschaftler, dass schon Kinder mit Diabetes Typ 1 eine übermässige Durchlässigkeit des Darms aufweisen.
     
  • Zöliakie: 2009 schrieben Forscher der University of Maryland School of Medicine, Baltimore, dass nicht nur genetische und umweltbedingte Faktoren bei der Entstehung von Diabetes Typ 1 und Zöliakie eine wichtige Rolle spielen, sondern auch das Leaky Gut Syndrom. Die Beweislage verdichte sich immer mehr, dass eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut bei der Entwicklung vieler Autoimmunerkrankungen ein Schlüsselfaktor darstelle.
     
  • Multiple Sklerose: 2014 veröffentlichten Forscher der schwedischen Lund Universität in Malmö eine Untersuchung zum Thema Multiple Sklerose und Darmgesundheit.

    Man weiss, so die Wissenschaftler rund um Dr. Lavasani, dass ein Leaky Gut Syndrom bereits lange vor dem Ausbruch der Multiplen Sklerose besteht. Gleichzeitig stellten sie fest, dass bestimmte Probiotika (L. paracasei und L. plantarum) das Risiko für die Entstehung einer Multiplen Sklerose senken können.
     
  • Herzkrankheiten: Ebenfalls im Jahr 2014 las man im European Heart Journal, dass ein kranker Darm immer auch das Herz beeinträchtigt. Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen haben zum Beispiel grundsätzlich ein höheres Risiko, zusätzlich eine koronare Herzkrankheit zu entwickeln.

    Auch hier ist das Problem wieder das Leaky Gut Syndrom. Es führt zu einer Belastung des Blutes mit Bakterien und Bakteriengiften, die nun wiederum zur Entwicklung von Arteriosklerose und chronischer Herzinsuffizienz beitragen können.

    Ein krankes Herz-Kreislauf-System aber verschlechtert jetzt wieder die Mikrozirkulation (Durchblutung der feinsten Gefässe) im Darm, was das bestehende Leaky Gut Syndrom weiter verschlimmert.
  • Migräne und Kopfschmerzen: Im Journal Frontiers in Neurology schrieben 2014 niederländische Forscher in einem ausführlichen Review über die Zusammenhänge zwischen Migräne (oder chronischem Kopfschmerz) und der Darmgesundheit. Migräne tritt demzufolge besonders häufig bei Menschen auf, deren Darmschleimaut angeschlagen ist.

    Wer beispielsweise an Migräne leidet, ist gleichzeitig oft auch Betroffener des Reizdarmsyndroms, chronisch entzündlicher Darmerkrankungen oder der Zöliakie. Ja, es genügt schon, wenn die stillende Mutter Migränepatientin ist. Beim Kind treten dann verstärkt Koliken auf.

    Oft leiden die Kinder aber selbst bereits schon an Migräne. Als Ursache wird eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut (Leaky Gut Syndrom) in Verbindung mit entzündlichen Reaktionen vermutet.

    Auch hier wird empfohlen, dringend zu schauen, ob den Betroffenen nicht die Gabe von Prä- und Probiotika helfen könnten. Präbiotika sind bestimmte Ballaststoffe, die der Darmflora (also den Probiotika) als Nahrung dienen. Zu den Präbiotika gehört z. B. das Inulin oder die Fructooligosaccharide (FOS) im Yaconsirup oder -pulver.
  • Autismus: Niederländische Forscher erklärten im Oktober 2014, dass die Ursachen von Autismus zwar noch nicht geklärt seien, es aber bekannt sei, dass autistische Kinder mehrheitlich an gastrointestinalen Beschwerden leiden. Bei ihnen liege sowohl ein Leaky Gut Syndrom vor als auch – im Vergleich zu gesunden Kindern – eine ganz anders zusammengesetzte Darmflora. Auch konnte man bei einigen Patienten beobachten, dass sich die autistischen Symptome besserten, sobald sich die Darmgesundheit erholen konnte.
     
  • Parkinson: Im Oktober 2015 schrieben Mulak und Bonaz im World Journal of Gastroenterology über die Darm-Hirn-Achse im Zusammenhang mit der Parkinson Krankheit. Die Darmgesundheit – so die Forscher – spiele eine massgebliche Rolle bei der Entstehung von Parkinson, ja, die Krankheit nehme vermutlich im Darm ihren Lauf.

    Zunächst wird das Immunsystem infolge eines Leaky Gut Syndroms und einer Darmflorastörung überstimuliert. Es kommt zu systemischen Entzündungen (systemisch = den ganzen Körper betreffend) und anschliessend zur Aktivierung von Nervenzellen im Darm.

    Beides trägt dazu bei, dass sich jetzt verstärkt die für Parkinson typischen Alpha-Synuclein-Ablagerungen bilden – und zwar erst im Darm und dann im Gehirn.

    Neue Therapiemöglichkeiten bei Parkinson sollten daher auch die Regulation der Darmflora und die Regeneration der Darmschleimhaut berücksichtigen – so die Forscher.

Die genannten Erkrankungen sind in der Auflistung unvollständig, denn wissenschaftliche Belege für eine auffällige Verbindung zum Leaky Gut Syndrom liegen noch zu vielen weiteren Beschwerden vor.

Das bedeutet, dass zu jeder Gesundheitsprävention auch Massnahmen gehören sollten, die die Entstehung eines Leaky Gut Syndroms verhindern. Die Gefahr für die Entstehung einer ernsthaften Krankheit könnte auf diese Weise deutlich reduziert werden.

Wie aber kommt es überhaupt zur Entstehung des Leaky Gut Syndroms? Warum wird die Darmschleimhaut plötzlich undicht?

Das Leaky Gut Syndrom – Wie ist die Darmbarriere aufgebaut?

Das Leaky Gut Syndrom ist zumeist die Folge des üblichen modernen Lebensstils, denn dieser schädigt nachweislich die Darmbarriere. Um die schädigende Wirkung äusserer Einflüsse wie Ernährung, Genussgifte und Medikamente auf die Darmbarriere zu verstehen, ist es wichtig, erst einmal zu wissen, wie die Darmbarriere überhaupt aufgebaut ist:

Die Darmbarriere stellt einen Schutzwall zwischen dem Körperinneren und dem Darminhalt dar. Sie verhindert also, dass die mit der Nahrung eintreffenden Schadstoffe und Bakterien sowie Nahrungspartikel in den Blutkreislauf gelangen. Zu diesem Zweck verfügt sie über mindestens drei verschiedene Schutzschichten.

1. Die Schleimschicht

Ganz aussen befindet sich eine Schleimschicht (Mucosa-Schleim), die aus einem besonderen Gel besteht. Viele Schadstoffe perlen an ihr ab und gelangen somit gar nicht erst in die tieferen Schichten der Darmschleimhaut.

Mit dem Mucosa-Schleim wird auch das slgA in das Darminnere abgegeben. Hierbei handelt es sich um das sogenannte sekretorische Immunglobulin A, das in speziellen Zellen unter der Darmschleimhaut gebildet wird.

Das sIgA ist ein Antikörper und gehört somit zum Immunsystem. Es bindet im Darminnern sämtliche Schad- und Giftstoffe , die es erwischen kann und entlastet so massgeblich die Darmschleimhaut. Denn sobald das sIgA ein Virus oder ein Toxin gebunden hat, wird dieses in jedem Fall mit dem Stuhl ausgeschieden und kann nicht mehr zur Darmschleimhaut geschweige denn durch sie hindurch in die Blutbahn gelangen.

Je besser der Darm daher mit sIgA versorgt ist, umso stärker das Immunsystem und umso besser ist die Darmschleimhaut geschützt.

2. Die Darmflora

Auf der Schleimschicht schaltet und waltet die Darmflora – ein Trupp aus Darmbakterien, der bis zu 100 Billionen Mitglieder umfassen kann. Die Darmflora hat sehr viele Aufgaben. Sie kümmert sich zum Beispiel darum, dass die Schleimschicht immer wieder neu aufgebaut wird. Sie trainiert das Immunsystem und sie produziert Nährstoffe für die Darmschleimhautzellen (kurzkettige Fettsäuren).

Die wichtigste Aufgabe der Darmflora ist jedoch, dass sie schädliche Bakterien und Pilze verdrängt, denn diese würden die Schleimhaut angreifen. Bei einer gesunden Darmflora haben die unwillkommenen Mikroben jedoch keine Chance.

3. Die Darmschleimhaut

Unter der Schleimschicht liegt die Darmschleimhaut (Mucosa). Sie besteht aus Schleimhautzellen, die über sogenannte Tight junctions miteinander verbunden sind. Dabei handelt es sich um bänderförmige Proteine, die die Zellen zusammenhalten. Gäbe es die Tight junctions nicht, könnten Schadstoffe ungehindert durch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zellen schlüpfen und in den Blutkreislauf gelangen.

Beim Leaky Gut Syndrom sind alle diese Schutzsysteme beschädigt, was heisst:
 

  • Die Schleimschicht wird immer dünner.
  • Die Menge des sIgA wird reduziert. (Je dünner die Schleimschicht, umso weniger sIgA gelangt in den Darm).
  • Die Darmflora ist gestört.
  • Die Tight Junctions in der Schleimhaut funktionieren nicht mehr, so dass zwischen den Darmschleimhautzellen Lücken entstehen. Der Darm ist jetzt undicht geworden, und es kommt zu Entzündungen, die nicht selten die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut noch weiter erhöhen. Jetzt können noch mehr Schadstoffe, Gifte und Partikel die Darmschleimhaut passieren, die Entzündung wächst und der Teufelskreis ist perfekt.

Das Leaky Gut Syndrom – Die Ursachen

Das Leaky Gut Syndrom entsteht somit durch Faktoren, die
 

  1. die Schleimschicht zerstören,
     
  2. das sIgA reduzieren,
     
  3. die Darmflora schädigen und
     
  4. die Darmschleimhaut angreifen.

Leaky Gut Syndrom durch falsche Ernährung

Oft zeigt sich, dass Menschen mit einem Leaky Gut Syndrom gerne viel Zucker und isolierte Kohlenhydrate (Zucker, weisser Reis, Weissmehlprodukte wie Brot, Nudeln etc.) konsumieren und gleichzeitig wenig Ballaststoffe und Gemüse verzehren.

Meist werden dann auch noch die falschen Fette gegessen (viel Wurst, Käse sowie raffinierte Pflanzenöle) und alkoholische Getränke genossen (siehe nächster Punkt).

Eine solche Ernährung öffnet dem Leaky Gut Syndrom Tür und Tor.

Wenn überdies eine Empfindlichkeit gegen Gluten und Kasein (Milcheiweiss) vorliegt, dann beschleunigen Milch- und Getreideprodukte die Entwicklung des Leaky Gut Syndroms.

Leaky Gut Syndrom durch Alkohol

Seit mindestens der 1970er Jahre (1978, Worthington et al.) weiss man, dass Alkohol die Darmbarriere schädigen kann. Und im Fachjournal Lancet wurde 1984 eine Studie veröffentlicht, derzufolge sich Alkohol auf die Darmbarriere sehr negativ auswirkt, insbesondere dann, wenn regelmässig viel Alkohol getrunken wird.

Zwei alkoholfreie Wochen braucht es mindestens, bis überhaupt erst die Regeneration der alkoholbedingten Darmschleimhautschäden einsetzen kann. Wird jedoch nur 4 Tage zwischen den Alkoholtagen pausiert – so die Studie – dann bleibt die beschädigte Darmbarriere bestehen und eine Regeneration kann nicht erfolgen.

Leaky Gut Syndrom durch Medikamente

Viele Medikamente greifen die Darmschleimhaut an und irritieren die Darmflora. Dazu gehören zuallererst natürlich Antibiotika, die nicht nur schädliche, sondern auch gesundheitsfördernde Bakterien töten. Sie dezimieren auf diese Weise die Darmflora, womit ein wichtiger Schutzschild der Darmschleimhaut beeinträchtigt wird.

Die häufige Folge einer Antibiotikatherapie ist daher eine Pilzinfektion (Candida – siehe nächster Punkt). Denn kaum sind die schützenden Bakterien der Darmflora mengenmässig reduziert, siedeln sich Pilze an (denen Antibiotika nichts anhaben können) und vermehren sich rasant.

Auch die Nicht-steroidalen Entzündungshemmer (Schmerzmittel), die sehr häufig langfristig oder sogar dauerhaft eingenommen werden, beeinträchtigen die Darmbarriere immens. Es handelt sich um ASS, Ibuprofen, Diclofenac, Indometacin und viele andere.

Sie alle sind bekannt dafür, die Magen- und Darmschleimhäute zu schädigen – und zwar so stark, dass es zu inneren Blutungen kommen kann und die Krankenkassen alljährlich dreistellige Millionenbeträge aufbringen müssen, um die Folgeerkrankungen an Magen und Darm zu behandeln.

Cortison ist ein weiteres Medikament, das der Magen- und Darmschleimhaut zu Leibe rücken kann, so dass auch bei längerer Cortisoneinnahme die Entstehung eines Leaky Gut Syndroms möglich ist.

Bestrahlungen und Chemotherapien stellen selbstverständlich ebenfalls eine grosse Gefahr für die Darmbarriere dar. Beide Behandlungsarten zielen auf Zellen ab, die einen sehr schnellen Zyklus aufweisen, sich also in kurzen Abständen teilen und vermehren. Krebszellen gehören dazu, aber leider auch die Zellen der Darmschleimhaut. Daher kommt es bei Krebsbehandlungen oft zu massiven Magen-Darm-Beschwerden - inklusive dem Leaky Gut Syndrom.

Leaky Gut Syndrom durch Candida

Der Hefepilz Candida lebt naturgemäss im Darm. Nach Antiobiotikatherapien oder auch durch den übermässigen Verzehr isolierter Kohlenhydrate (Zucker, Weissmehl), kann der Hefepilz sich über Gebühr vermehren und jetzt die Darmschleimhaut schädigen. Dies macht er auf zweierlei Wegen:
 

  • Candida verdrängt zunächst die gesunde Darmflora, die die Darmschleimhaut schützen würde.
  • Candida gibt giftige Stoffe ab (Pilztoxine), die die Darmschleimhaut schädigen.

Ist der Darm schliesslich geschädigt und undicht, dann können nicht nur die Pilzgifte, sondern auch der Pilz selbst in den Blutkreislauf gelangen und sich dort bis in die Organe hinein ausbreiten. Man spricht nun von einer systemischen Pilzinfektion, die jedoch sehr selten ist und nur bei stark geschwächtem Immunsystem auftritt.

Leaky Gut Syndrom durch Stress

Auch Stress kann – besonders in Kombination mit Alkohol, Zucker und Medikamenten – zu Candidabefall führen und auf diese Weise die Darmschleimhaut schädigen. Aber auch ohne Candida gelten anstrengende Stressphasen, die mehrere Wochen oder gar Monate anhalten, als Risikofaktor für das Leaky Gut Syndrom.

Schon 2001 wurde im American Journal of Physiology eine kanadische Studie von Söderhalm et al. veröffentlicht, in der die Forscher schrieben, dass Stress zu Funktionsstörungen der Darmbarriere führt.

Daher kommt es nicht selten nach besonders stressigen Phasen zu körperlichen Beschwerden. Insbesondere Trauer, Trennung vom Partner, Mobbing bei der Arbeit, aber auch Panik- und Angstzustände führen zu derartigen Stressphasen.

Leaky Gut Syndrom durch Vitalstoffmängel

Natürlich ist die Darmschleimhaut auch auf Nähr- und Vitalstoffe aller Art angewiesen. Herrscht hier irgendwo ein Mangel, dann leidet die Darmschleimhaut und ihre Funktionsfähigkeit nimmt ab.

Vitamin A ist beispielsweise unerlässlich für die Gesundheit der Schleimhäute im gesamten Organismus und so auch für die Prävention eines Leaky Gut Syndroms.

Zink ist für die Regeneration und Heilung der Darmschleimhaut erforderlich. Fehlt Zink, kann sich die Darmschleimhaut nur schlecht erholen und einem Leaky Gut Syndrom wird Vorschub geleistet.

Daher sollte Zink bei einem Leaky Gut Syndrom immer mit zur Therapie gehören – wie sich schon im Jahr 2001 in einer Studie zeigte, die in Inflammatory Bowel Diseases veröffentlicht wurde.

Italienische Forscher entdeckten, dass eine Nahrungsergänzung mit Zink (über 8 Wochen hinweg) das Leaky Gut Syndrom bei Patienten mit Morbus Crohn sehr gut bessern konnte. Die erzielte Besserung blieb auch im darauffolgenden Jahr bestehen, so dass es bei fast allen Probanden zu keinem erneuten Schub mehr kam.

Leaky Gut Syndrom durch Infektionen des Verdauungsapparates

Bakterien, Pilze, Parasiten und Viren bringen das gesunde Milieu im Körper aus dem Gleichgewicht und es kommt zu Magen-Darm-Infekten. Meist werden dann auch entsprechende Medikamente eingenommen, so dass nicht nur die Erreger selbst, sondern auch die Arzneimittel dem Darm schwer zusetzen.

Daher sind Darminfektionen in manchen Fällen auch nach der akuten Phase noch lange nicht vorbei. Zwar hat sich die Verdauung wieder einigermassen normalisiert, aber so richtig gut geht es einem irgendwie nicht.

Möglicherweise ist ein Leaky Gut Syndrom entstanden und verhindert jetzt die endgültige Regeneration.

Leaky Gut Syndrom durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Manchmal liegt eine Nahrungsmittelallergie vor, von der man gar nichts weiss. Zwar leidet man an allerlei Beschwerden, kann sie aber nicht zuordnen. Das kann daran liegen, dass sich manche Nahrungsmittelallergien zeitversetzt äussern.

Sie essen also beispielsweise ein Stück Käse – haben aber erst am nächsten Tag eine verstopfte Nase oder belegte Stimme. An den Käse als möglichen Auslöser denken Sie natürlich nicht – und essen diesen daher auch weiterhin wie bisher.

Oder Sie leiden immer wieder an Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, wissen aber nicht, dass Sie an einer Glutensensitivität leiden und essen daher weiterhin glutenhaltige Speisen.

Diese regelmässige Belastung des Darmes mit Lebensmitteln, gegen die das Immunsystem mit Abwehrreaktionen vorgeht, kann langfristig die Darmschleimhaut schädigen und ein Leaky Gut Syndrom begünstigen.

Seien Sie daher aufmerksam, wenn Sie chronische Beschwerden haben. Lassen Sie immer mal wieder vier bis sechs Wochen lang ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelgruppe weg (z. B. Milchprodukte, glutenhaltige Lebensmittel, Sojaprodukte, Ihre Lieblingswurst, bestimmte Früchte, Nüsse etc.) und beobachten Sie, ob es Ihnen mit dieser Massnahme besser geht.

Wenn Sie eine konkrete Besserung verspüren, essen Sie das zuvor weggelassene Lebensmittel wieder und schauen Sie, wie es Ihnen in den nächsten Tagen geht. Kehren die Symptome langsam zurück, können Sie von einer Nahrungsmittelallergie vom Typ 3 ausgehen (verzögerte Nahrungsmittelallergie). Inzwischen gibt es auch Labore, die konkret nach diesen Allergien forschen und entsprechende Analysen anbieten.

Leaky Gut Syndrom – Höheres Risiko bei KPU-Betroffenen

KPU (Kryptopyrrolurie) ist eine Stoffwechselstörung. Sie kann sowohl vererbt (primäre KPU) als auch im späteren Leben erworben sein (sekundäre KPU). Bei KPU kommt es durch Enzymdefekte zu einem Überschuss an Pyrrolen (bestimmte Stoffwechselabbauprodukte) im Blut, die sodann verstärkt über den Urin ausgeschieden werden (daher der Name "-pyrrol-urie").

Leider nehmen die Pyrrole dabei auch Vitalstoffe aus dem Körper mit – und zwar insbesondere die folgenden drei: Vitamin B6, Zink und Mangan. Folglich leiden die Betroffenen an den entsprechenden Mangelerscheinungen. Und auch wenn nur wenige Menschen bisher von KPU wissen, so sollen dennoch weltweit 10 Prozent aller Menschen von dieser Erkrankung betroffen sein.

Betroffene leiden an den verschiedensten chronischen Erkrankungen (an der Schilddrüse, den Gelenken, den Knochen etc.), erhalten entsprechende Medikamente (für die Schilddrüse, die Gelenke, die Knochen…) und wissen nicht, dass sich ihr Zustand stark verbessern würde, wenn sie einfach die fehlenden Vitalstoffe zu sich nehmen würden.

Gerade die bei KPU fehlenden Vitalstoffe sind jedoch auch für einen gesunden Darm lebenswichtig. Daher verwundert es nicht, dass jene Marker, die auf eine KPU hinweisen, auch für ein Leaky Gut Syndrom sprechen, z. B. ein Mangel an sekretorischem IgA (sIgA) im Stuhl.

Auch andere LGS-Marker sind bei KPU oft auffällig. So sind z. B. das Alpha-1-Antitrypsin genauso wie das Zonulin erhöht. Es steht also ausser Frage, dass KPU-Betroffene aufgrund ihres Vitalstoffmangels vom Leaky Gut Syndrom besonders bedroht sind.

Die KPU kann sehr einfach über einen Urintest beim Arzt nachgewiesen werden.

Fällt das Ergebnis positiv aus, müssen natürlich erst die fehlenden Vitalstoffe in hohen Dosen eingenommen werden. Erst dann widmet man sich den übrigen Massnahmen gegen das Leaky Gut Syndrom.

Bevor wir nun zu den hilfreichen Massnahmen beim Leaky Gut Syndrom kommen, ist es sinnvoll, zunächst die Diagnosemöglichkeiten zu besprechen. Denn Sie möchten ja sichergehen, ob Sie tatsächlich ein Leaky Gut Syndrom haben oder nicht:

Das Leaky Gut Syndrom – Die Diagnose

Früher wies man zur LGS-Diagnose u. a. Calprotectin, Histamin und Alpha-1-Antitrypsin nach. Diese Werte können bei einem Leaky Gut Syndrom zwar ebenfalls auffällig sein, doch können dahinter auch andere Problematiken stecken.

Sehr viel spezifischer für das Leaky Gut Syndrom sind hingegen die folgenden beiden Tests. Ergänzend dazu kann auch das sIgA im Stuhl bestimmt werden:

Der Lactulose-Mannitol-Test im Urin

Lactulose und Mannitol sind zwei Zucker, die im Dünndarm nicht verstoffwechselt werden. Mannitol wird aktiv von den Darmschleimhautzellen resorbiert und mit dem Urin ausgeschieden.

Lactulose ist ein grösseres Molekül. Es wird daher normalerweise nur im geringen Umfang resorbiert und ist nur in kleinen Mengen im Urin nachweisbar.

Ist die Darmschleimhaut jedoch undicht, dann ändert sich die Resorptionsmenge dieser beiden Zuckerarten. Die Darmschleimhaut ist weniger aktiv, so dass auch weniger Mannitol resorbiert wird als von einer gesunden Darmschleimhaut.

Lactulose hingegen kann jetzt in grösseren Mengen den undichten Darm durchqueren, ins Blut und anschliessend in den Urin gelangen.

Das Verhältnis der resorbierten Mengen dieser beiden Zucker gibt man in Form des L/M-Quotienten an (L/M = Lactulose/Mannitol).

Der Test wird inzwischen in einigen gastroenterologischen Arztpraxen und auch Praxen für Naturheilverfahren angeboten und folgendermassen durchgeführt:

Man trinkt morgens nüchtern eine wässrige Lösung aus Mannitol und Lactulose, sammelt dann den Urin über 5 Stunden und gibt aus diesem Sammelurin eine Probe von 20 ml beim Labor bzw. dem Heilpraktiker oder Arzt ab. Eine halbe Stunde nach dem Trinken der Mischung kann man etwas Wasser trinken, nach 3 Stunden darf man auch eine Kleinigkeit essen.

Der Zonulin-Test im Blutserum

Wenn im Blutserum der Zonulin-Wert steigt, dann kann auch das ein Hinweis für ein Leaky Gut Syndrom sein. Zonulin ist ein Protein, das die Tight junctions in der Darmschleimhaut öffnen kann und somit die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verstärkt.

Was aber erhöht die Zonulinwerte dermassen?

Gluten beispielsweise ist ein solcher Stoff, der die Zonulinwerte steigen lässt. Dies geschieht unmittelbar nach dem Verzehr von Weizen und anderen glutenhaltigen Getreidearten. Je mehr Zonulin nun im Blut gemessen werden kann, umso wahrscheinlicher ist ein Leaky Gut Syndrom.

Sekretorisches IgA im Stuhl

Auch ein spezieller Immundefekt kann zu chronisch erniedrigten sIgA-Werten führen. Doch wenn ein solcher ausgeschlossen werden kann, dann sind die niedrigen sIgA-Werte ein Hinweis auf eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut.

Tests auf Intoleranzen

Falls Sie eine Nahrungsmittelintoleranz bei sich vermuten, sollten Sie einen entsprechenden Test machen lassen, damit Sie die jeweiligen Nahrungsmittel vorerst aus Ihrem Speiseplan streichen können, um dem Darm die ständigen Irritationen zu ersparen. Diese können nämlich sehr stark zur Entstehung eines Leaky Gut Syndroms beitragen.

Andererseits können Nahrungsmittelintoleranzen auch erst die Folge eines Leaky Gut Syndroms sein.

Informationen zu den einzelnen Intoleranzen und wie diese diagnostiziert werden können, finden Sie hier:
 

Was können Sie nun konkret tun, wenn nun ein Leaky Gut Syndrom sicher diagnostiziert wurde?

Das Leaky Gut Syndrom – Die Massnahmen

Aus den weiter oben beschriebenen Eigenschaften und Kennzeichen des Leaky Gut Syndroms, ergeben sich die folgenden naturheilkundlichen Massnahmen:
 

  1. Massnahmen zum Schutz der Schleimschicht
  2. Massnahmen zum Aufbau der Darmflora
  3. Massnahmen, die zur Regeneration der Darmschleimhaut beitragen
  4. Massnahmen, die Entzündungen hemmen

1. Schutz der Schleimschicht

Die Schleimschicht im Magen-Darm-System wird natürlich am allerbesten dann geschützt, wenn keine schädigenden Lebensmittel und Getränke mehr im Körper eintreffen, solange die Darmflora ausgeglichen und die Darmschleimhaut gesund ist.

Wenn diese beiden Voraussetzungen jedoch noch nicht gegeben sind, können Sie die Schleimschicht mit dem Verzehr schleimhaltiger oder schleimbildender Lebensmittel bei ihrer Regeneration unterstützen:

Leinsamenschleim

Schleim liefern zum Beispiel Leinsamen, Flohsamen oder Chiasamen. (Goldener Leinsamen liefert mehr Schleimstoffe als der braune.) Geben Sie am Vortag 2 – 3 EL Leinsamen mit 250 bis 500 ml Wasser in ein Schüsselchen. Geschrotete Leinsamen ergeben mehr Schleim. Am Morgen kochen Sie den Leinsamenschleim kurz auf und giessen ihn anschliessend durch ein feines Sieb oder ein Mulltuch. Füllen Sie den Schleim in eine Thermoskanne und trinken ihn lauwarm über den Tag verteilt, z. B. in drei Portionen.

Eibischwurzeltee

Auch schleimbildende Heilpflanzen können eingesetzt werden, wie z. B. die Eibischwurzel. Sie wirkt schleimhautschützend und reizlindernd. Damit sich der Schleim aus der Wurzel löst, ist ein kalter Ansatz erforderlich:

Übergiessen Sie 1 TL zerkleinerte Eibischwurzel oder 1 TL Eibischblätter mit einer Tasse kaltem Wasser. Lassen Sie den Ansatz 1 bis 2 Stunden stehen und rühren Sie immer wieder um. Dann giessen Sie den Ansatz ab und trinken ihn schluckweise. Aufbewahren sollten Sie den Eibischkalttee nicht.

Hitze würde den Schleim abbauen und die Wirkung vermindern. Daher wird der Eibischtee auch nicht erwärmt.

Süssholzwurzeltee

Süssholz kann sehr gut die Schleimhaut schützen. Die nach Lakritz schmeckende Wurzel normalisiert ausserdem die Schleimzusammensetzung und fördert die Schleimproduktion der Schleimhäute, ohne im Magen die Säurebildung anzuregen. Die Süssholzwurzel wirkt überdies entzündungshemmend und heilend.

Bringen Sie 1 TL Süssholzwurzel mit 150 ml kaltem Wasser zum Kochen, lassen Sie es kurz weiterkochen und giessen Sie den Tee dann ab. Sie können davon 3 bis 5 Tassen täglich trinken. Nach 4 – 6 Wochen aber sollten Sie eine mehrwöchige Pause einlegen – wie immer bei stark wirksamen Heilpflanzen.

2. Aufbau der Darmflora

Probiotika sind für den Aufbau der Darmflora das A und O. Begleitend können aber auch probiotische Lebensmittel, wie rohes Sauerkraut oder andere fermentierte Speisen und (alkoholfreie) Getränke eingesetzt werden – natürlich immer unter Berücksichtigung der individuellen Verträglichkeiten.

Probiotika

Probiotische Darmbakterien können die Darmschleimhautzellen zu einer vermehrten Bildung der Tight Junctions anregen. Die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verringert sich dadurch wieder.

Normalerweise werden Probiotika 1- bis 2-mal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen, wie z. B. Combi Flora SymBio.

Probiotika sind auch Bestandteil einer Darmsanierung, die auf dreierlei Wegen das Leaky Gut Syndrom bessern kann:

Darmreinigung

Neben Probiotika enthält ein Darmreinigungsprogramm zusätzlich Flohsamenschalenpulver und Bentonit. Das Flohsamenschalenpulver bildet einen gut gleitenden Schleim, der die Darmwände sehr schonend reinigt. Dieser Schleim tut der Darmschleimhaut besonders deshalb gut, weil der eigene Mucosa-Schleim nur noch dünn ist.

Bentonit hingegen ist eine Mineralerde, die auf die starke Absorption von Giften aller Art spezialisiert ist und daher die Darmschleimhaut enorm entlastet. Zudem verhindert sie, dass die Gifte in die Blutbahn gelangen. Gebunden an Bentonit werden diese jetzt mit dem Stuhl ausgeschieden.

Eine Darmsanierung dauert - je nach Darmsituation - etwa 1 bis 3 Monate. Probiotika sollten hingegen generell etwa 3 Monate lang eingenommen werden.

Wie Sie eine Darmsanierung durchführen, haben wir hier erklärt: Wie funktioniert eine Darmreinigung?

Präbiotika

Während Probiotika aus probiotischen Bakterien bestehen, handelt es sich bei Präbiotika um Stoffe, die den probiotischen Bakterien als Nahrung dienen, wie z. B. Inulin oder FOS (Fructooligosaccharide), die z. B. im Yaconsirup oder -pulver zu finden sind.

Präbiotika sind deshalb so wichtig, weil sich in einem angeschlagenen Darm die positiven Bakterien nur sehr zögerlich ansiedeln. Stellt man ihnen jedoch ausreichend hochwertige Nahrung (Präbiotika) zur Verfügung, dann kann sich die Darmflora viel schneller erholen – was beim Leaky Gut Syndrom ganz besonders wichtig ist.

Doch ist ein LGS-Darm gleichzeitig oft auch sehr empfindlich. Falls Sie also Präbiotika einnehmen möchten, sollten Sie dies sehr langsam tun und mit kleinen Dosen starten, um Ihre persönliche Verträglichkeit zu testen. Andernfalls könnte es zu Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden kommen.

Candida bekämpfen

Bei einem Leaky Gut Syndrom liegt - wie oben erklärt - oft gleichzeitig eine Infektion mit Candida-Pilzen vor, die verhindert, dass sich eine gesunde Darmflora aufbauen kann.

Eine Candida-Infektion kann sich in vielen Symptomen zeigen. Dazu können Darmbeschwerden (Blähungen) gehören, Kopfschmerzen oder auch einfach nur vereinzelt auftretende runde ausschlagähnliche Erscheinungen auf der Haut, die nicht einmal mit Juckreiz einhergehen müssen.

Weitere Symptome einer Candida-Infektion haben wir hier beschrieben: Candida – Natürlich bekämpfen

Zur konkreten Diagnose kann man einen Darmflora-Test durchführen lassen, den es mittlerweile sogar für zu Hause gibt und den man online bestellen kann.

Falls bei Ihnen eine Candida-Infektion festgestellt wird, wählen Sie zusätzlich zur Darmsanierung gezielt Anti-Candida-Massnahmen aus, z. B.
 

Sie können sich für  eine dieser Massnahmen entscheiden oder aber auch mehrere miteinander kombinieren – abhängig vom Grad Ihrer Pilzinfektion.

3. Regeneration der Darmschleimhaut

Zur Regeneration der Darmschleimhaut trägt natürlich bereits die zuvor beschriebene Darmsanierung bei. Darüber hinaus stehen noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Suchen Sie sich jene aus, die am besten zu Ihnen und Ihrem Befinden passen. Starten Sie auch hier mit jeweils kleinen Dosen und testen Sie Ihre individuelle Verträglichkeit.

L-Glutamin

L-Glutamin ist eine Aminosäure, von der man schon seit vielen Jahren weiss, dass sie sich heilend auf die Darmschleimhaut auswirkt. L-Glutamin kann die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut reduzieren, die Darmbarriere aufrechterhalten und chronische Entzündungsprozesse lindern. Umgekehrt führt ein L-Glutamin-Mangel zu einer Schädigung der Darmbarriere (Leaky Gut) und zu Störungen der Darmfunktion. Ausserdem schwächt ein Mangel an L-Glutathion das Immunsystem und trägt so zu einer erhöhten Infektanfälligkeit bei.

Für den Darm stellt L-Glutamin gar die Hauptenergiequelle dar. Es verwundert daher nicht, dass die Darmschleimhautzellen 70 Prozent des gesamten mit der Nahrung aufgenommenen L-Glutamins verbrauchen.

Im Jahr 2004 konnte die hervorragende Wirkung von L-Glutamin auf den Darm in einer klinischen Studie mit 20 Patienten, die gerade eine Bauch-OP hinter sich gebracht hatten, nachgewiesen werden. (Operationen gelten als eine Ursache für schnell eintretenden L-Glutamin-Mangel und auch für ein Leaky Gut Syndrom).

10 Patienten erhielten eine Woche lang 30 g Glutamin pro Tag, die anderen 10 erhielten ein Placebopräparat.

In der Placebogruppe sanken die Serum-Glutamin-Werte und auch die Leaky-Gut-Tests fielen positiv aus. So war der L/M-Quotient in der Placebogruppe sehr viel höher als in der Glutamingrupe. Zudem erholte sich die Glutamingruppe wesentlich schneller von der Operation. Die Körpertemperatur war bei den Glutamin-Probanden niedriger, die Herzwerte besser und die Zahl der Leukozyten (und damit der Entzündungsgrad) war geringer.

L-Glutamin sollte nicht länger als 8 Wochen eingenommen werden, ohne zwischendurch eine mehrwöchige Pause einzulegen. Verwechseln Sie L-Glutamin überdies nicht mit der Glutaminsäure oder gar mit dem Geschmacksverstärker Glutamat. Beide Substanzen sollten nicht zur Nahrungsergänzung eingesetzt werden.

Colibiogen®

Wenn man bei einem ausgeprägten Leaky Gut Syndrom befürchtet, dass es für die Einnahme von probiotischen Bakterien noch zu früh ist oder man diese nicht verträgt, kann man Colibiogen® ausprobieren.

Es handelt sich um KEIN Probiotikum und enthält daher keine lebenden Darmbakterien, sondern lediglich deren Stoffwechselprodukte, was zu einer entzündungshemmenden und immunregulierenden Wirkung führt und der Schleimhaut bei der Regeneration hilft.

Grüne Säfte

Gerstengras gilt als natürliches Darmtherapeutikum der Naturheilkunde. Sowohl seine Proteine als auch seine Ballastsstoffe sollen sich besonders vorteilhaft auf die Regeneration der Darmschleimhaut auswirken. Ein täglicher Shake aus Gerstengraspulver und Wasser, in Kombinatiom mit verträglichen Früchten oder Avocado, ist daher sehr zu empfehlen.

Da grüne Blattgemüse, Gräser und Kräuter schon allein aufgrund ihres hohen Chlorophyll- und Vitalstoffgehalts generell eine stark heilende Wirkung auf die Schleimhäute haben, zusätzlich entgiften und Entzündungen hemmen, sind grüne Smoothies oder grüne Säfte ein wichtiger Bestandteil des Programms zur Ausheilung des Leaky Gut Syndroms.

Details über das Chlorophyll und seine wunderbar heilenden Eigenschaften lesen Sie hier: Chlorophyll nährt, schützt und vitalisiert

Enzyme

Falls Sie eine Bauchspeicheldrüsenschwäche bei sich vermuten, die sich mit deutlichen Symptomen nach dem Essen äussert (Übelkeit, Blähungen, Bauchweh, Durchfall), dann kann dies zu einer unvollständigen Verdauung führen und somit ebenfalls das Leaky Gut Syndrom begünstigen.

In einem solchen Fall helfen spezielle Verdauungsenzyme oder auch das Kauen von Papayakernen. Auch die einnahme von Bitterstoffen kann hier äusserst hilfreich sein.

Generell ist es wichtig, jede Nahrung so sorgfältig wie möglich zu kauen, damit das Verdauungssystem auf diese Weise entlastet und somit unterstützt wird.

Bitterstoffe

Zu einer unvollständigen Verdauung kann es auch kommen, wenn zu wenig Magensäure gebildet wird. Experimentieren Sie bei Verdauungsbeschwerden daher zunächst einmal vorsichtig mit Bitterstoffen. Vorsichtig deshalb, weil bei einem Magensäureüberschuss Bitterstoffe kontraindiziert sein können.

Bitterstoffe regen nicht nur die Magensäurebildung an, sondern auch den Gallenfluss sowie die Produktion der Verdauungssäfte aus den Speicheldrüsen. Zusätzlich werden die motorischen Leistungen des Magens, des Darms und der Gallenblase verbessert.

Die Verdauung wird mit Hilfe von Bitterstoffen somit optimiert, was gerade bei einem Leaky Gut Syndrom von herausragender Wichtigkeit ist.

Zur Versorgung mit Bitterstoffen eignen sich die folgenden natürlichen Präparate:
 

  • Bitter-Basenpulver (mehrmals täglich eine Messerspitze im Mund belassen und nach einige Minuten schlucken oder einen Tee daraus zubereiten)
     
  • Bitter Kräuterelixiere
     
  • Bittere Kräuter und Gewürze, z. B. Löwenzahn, Schafgarbe, Wegwarte, Salbei, Ingwer, Galgant und Curcuma

Wenn Sie unter einer chronischen Gastritis oder einem Magengeschwür leiden, sollten Sie keine konzentrierten Bitterstoffe einnehmen.

Vitalstoffe

Natürlich gilt auch beim Leaky Gut Syndrom wie bei jeder Krankheit, dass man alle benötigten Vitalstoffe in der erforderlichen Menge zuführen muss. Es genügt also nicht, einfach nur Zink und Vitamin A einzunehmen, weil diese beiden Vitalstoffe bekanntermassen so gut auf die Darmschleimhaut einwirken.

Genauso sollten Sie überprüfen, ob Sie ausreichend Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, da diese merklich entzündungshemmend wirken.

Denken Sie überdies an Magnesium, Eisen, Selen, Vitamin D, Vitamin B12 bzw. den gesamten B-Komplex einschliesslich Folsäure und natürlich auch an Vitamin C und Vitamin E.

Die Aufzählung all der Vitalstoffe an dieser Stelle bedeutet nicht, dass Sie alle in Form von Nahrungsergänzungen einnehmen müssten. Was Sie jedoch tun sollten, ist, Ihre Ernährung in Augenschein nehmen und überlegen: Welche Vitalstoffe fehlen dort? Welche sollte ich zuführen? Welche Lebensmittel sollte ich dazu verstärkt verzehren? Sie können diesen Aspekt auch mit einem ganzheitlichen Ernährungsberater besprechen, der Ihnen helfen kann, hier einen passenden Ernährungsplan zu erstellen.

Ihre Eisen- und Vitamin-D-Werte kann Ihr Hausarzt überprüfen, so dass Sie auf diese Weise sehr schnell erfahren, ob Sie Ihre Ernährung mit diesen beiden Vitalstoffen ergänzen sollten oder nicht.

Viele der genannten Vitalstoffe wirken stark antioxidativ und daher entzündungshemmend, was direkt zum nächsten Punkt führt:

4. Hemmung der Entzündung

Beim Leaky Gut Syndrom entstehen grosse Mengen freie Radikale, die den Darm zusätzlich belasten und das Leaky Gut Syndrom noch weiter verschlimmern. Daher sollten Antioxidantien eingesetzt werden, die weitere Schleimhautveränderungen verhindern, freie Radikale eliminieren und antientzündlich wirken.

Antioxidantien

Zu den effektivsten Antioxidantien gehören: OPC, Astaxanthin, Glutathion, Moringa, Hanfblattpulver, Kiefernrindenextrakt, Quercetin, Rutin, Hesperidin, Anthocyane und viele mehr.

Die meisten finden sich in vielen Lebensmitteln (Früchten und Gemüse). Hohe Antioxidantiengehalte haben beispielsweise Blaubeeren und Aroniabeeren.

Glutathion ist ein körpereigenes Antioxidans, das der Organismus selbst herstellen kann. Die körpereigene Glutathionproduktion kann durch die Einnahme spezieller Stoffe deutlich gesteigert werden:

Dabei handelt es sich um die folgenden vier, die selbst ebenfalls antioxidativ wirken: Sulforaphan, Curcumin, Grünteeextrakt und Pterostilben (in allen dunklen Beeren).

Auch die Mariendistel, die man eher als Lebertonikum kennt, unterstützt die Steigerung des Glutathionlevels. Überdies hat sie beim Leaky Gut Syndrom noch weitere hervorragende Wirkungen. Einerseits hilft sie dabei, die Leber zu regenerieren, was für den Darm bedeutet, dass er unter einer geringeren Giftbelastung zu leiden hat, besser durchblutet ist und sich schneller regenerieren kann. Andererseits wirkt die Mariendistel antioxidativ und auf die Darmschleimhaut entzündungshemmend.

Natürlich müssen Sie nicht viele verschiedene Antioxidantien einnehmen. Wählen Sie sich aus den genannten Antioxidantien einfach eines oder zwei aus.

Erforderliche Begleitmassnahmen

Parallel dazu gelten die folgenden Regeln. Ignoriert man sie, wird es nie zu einer vollständigen Heilung des Leaky Gut Syndroms kommen können:
 

  • Meiden Sie Genussgifte (Zucker, Koffein, Nikotin, Süssstoffe, Alkohol und unnötige Medikamente etc.).
     
  • Ernähren Sie sich gesund! Eine vitalstoffreiche und basenüberschüssige Ernährung sorgt dafür, dass schädliche Darmbakterien und Pilze keine Nahrung mehr finden. Der Organismus wird gestärkt und die Regeneration der Darmschleimhaut kann schneller einsetzen. Achten Sie jedoch auf individuelle Unverträglichkeiten. Und wenn Sie bisher kaum Obst und auch keine Vollkornprodukte gegessen haben, dann sollten Sie es mit diesen Lebensmitteln jetzt nicht übertreiben, da Ihr Darm nicht daran gewöhnt ist und in seinem angeschlagenen Zustand empfindlich darauf reagieren könnte.
    Bleiben Sie also bei einer Schonkost, die Sie am besten immer frisch zubereiten, z. B. Gemüsegerichte, Kartoffelgerichte, Suppen, Gemüsesäfte, glutenfreie Pasta etc.
  • Wählen Sie dennoch auch ballaststoffreiche Lebensmittel. Sie beschleunigen die Passage des Nahrungsbreis durch den Darm. Je zügiger dies geschieht, umso besser für die Darmschleimhäute. Denn dann entstehen auch keine Gär- oder Fäulnisprozesse und die toxische Belastung der Darmschleimhaut bleibt geringstmöglich.
    Wählen Sie jedoch bekömmliche Ballaststoffe, also nicht gerade Schrotbreie und Pumpernickel.                                                                                                            Gut verträglich und gleichzeitig äusserst ballaststoffreich sind beispielsweise Kokosmehl, Hanfprotein, Baobab, Graspulver und Leinsamenschleim.
  • Essen Sie langsam und kauen Sie intensiv. LGS-Patienten profitieren von diesem einfachen Tipp enorm, da durch das gründliche Kauen weniger Verdauungskraft erforderlich ist, gründlicher verdaut werden kann, die Gefahr der Entstehung von Fäulnis- und Gärstoffen geringer wird und die Vitalstoffresorption verbessert wird.
     
  • Denken Sie an regelmässige körperliche Bewegung, da diese den Darm in Schwung bringt und die Regeneration der Darmschleimhaut fördert.
     
  • Trinken Sie täglich viel reines Wasser – etwa 30 ml pro Kilogramm Körpergewicht. Dadurch werden Gift- und Schadstoffe schneller ausgeleitet und der Darm wird entlastet.
     
  • Trinken Sie immer wieder verdauungsfördernde Kräutertees, wie z. B. Pfefferminztee. Er wird schon seit Urzeiten gegen Verdauungsbeschwerden getrunken – und das nicht ohne Grund. Pfefferminze fördert die Gallenausschüttung, verbessert dadurch die Verdauung, wirkt leicht antibakteriell und pflegt die Darmwände.
     
  • Ingwertee ist ebenfalls hervorragend für den Darm geeignet. Er besitzt viele heilende Eigenschaften, wirkt entzündungshemmend und antibakteriell.
     
  • Meiden Sie Stress, wann immer möglich und erlernen Sie Entspannungstechniken, die Sie in Ihren Pausen praktizieren können. Auf diese Weise lernt Ihr Körper, Stress nicht mehr so nah an sich herankommen zu lassen. Er kann zwischendurch immer wieder loslassen, so dass sich erst gar kein chronischer Stresszustand entwickeln wird.

Das Leaky Gut Syndrom – Die Dauer der Regeneration

Die Regeneration eines Leaky-Gut-Syndroms kann mehrere Wochen bis hin zu 18 Monaten in Anspruch nehmen. Gehen Sie die Sache also mit Geduld, aber auch der nötigen Konsequenz an.

Wenn Sie unter einer chronischen Erkrankung, einer Autoimmunerkrankung, einer Allergie, häufigen Infektionen, einem schwachen Immunsystem oder anderen diffusen Symptomen leiden, die keiner bekannten Ursache zugeordnet werden können, dann ist die Chance gross, dass hier ein Leaky Gut Syndrom beteiligt ist – unabhängig davon, ob Sie zusätzlich häufig Verdauungsprobleme haben oder nicht.

Da 80 Prozent des Immunsystems im Darm lokalisiert ist, sollte die Gesundheit dieses Organs eindeutig Priorität haben. Sobald Ihr Darm wieder gesund ist, kann der Rest Ihres Körpers nachziehen und Heilung kann einsetzen – ganz gleich, wo diese im Organismus erforderlich ist.

Die wichtigsten Informationen zu einer Darmsanierung finden Sie hier: Wie funktioniert eine Darmreinigung

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Quellen:



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